
Kronen Zeitung
STURM VORM HIT:
„Nicht die Besten, aber bereit zu leiden!“
Meister Sturm will am Mittwoch (20.30 Uhr) in der „Heimfestung Liebenau“ die Tabellenführung gegen den titelhungrigen LASK verteidigen. Coach Fabio Ingolitsch hat vor dem Kracher jedoch einige offene Fragen in der Abwehr. Was dem Trainer jedenfalls gefällt, ist die Entwicklung seiner Mannschaft.
Der LASK darf nicht vorbei! Will Sturm seinen Platz in der Poleposition der Bundesliga-Meisterrunde behalten, muss Österreichs Meister am Mittwoch im Rückspiel des Doppels gegen die titelhungrigen Linzer unbesiegt bleiben. Blackies-Coach Fabio Ingolitsch setzt bei der Abwehr des ersten Verfolgers (der nur zwei Punkte hinten liegt) auf den Bonus der „Festung Liebenau“, in der er noch nie verloren hat. Gutes Omen auch: „Fortuna“ war Sturm zuletzt sehr zugetan.
Mit vier Siegen und zwei Remis hat Fabio Ingolitsch den im Herbst stark angekratzten Heimnimbus wieder aufpoliert und Liebenau zu einer echten Bastion gemacht. In 540 Heimminuten konnte einzig Yorbe Vertessen den „Ingolitsch-Code“ knacken – nur dem Salzburger gelang im Frühling ein Tor gegen die Schwarz-Weißen. Die wie üblich mit dem „zwölften Mann“ antreten können – 14.800 Tickets sind weg. Der Sonntag gegen Austria ist bereits ausverkauft!
Einige Ausfälle möglich
Der Abwehr aber droht Aderlass: „Bollwerk“ Jeyland Mitchell ist mit Oberschenkelproblemen äußerst fraglich. Gestern war er bei einem Experten – von Kurzzeiteinsatz bis Saisonende ist alles möglich. Über die Sinnhaftigkeit eines Einsatzes wird vorm Anpfiff noch entschieden. Niklas Geyrhofer laboriert an einem Knochenmarksödem im Knie, hat aber mittrainiert und will’s mit Tabletten probieren. Dazu ist auch noch Jacob Hödl gelbgesperrt.
Umso mehr wird’s in der richtungsweisenden Partie zweier Titelaspiranten auf ein Quäntchen Glück ankommen. Und diesbezüglich konnte sich Sturm zuletzt nicht beschweren, wie die Aberkennung des Schopp-Treffers gegen Hartberg unterstrich, oder auch der Elfer von Kiteishvili (nach einer vieldiskutierten Attacke an Fosso) beim 1:1 im Hinspiel beim LASK. Diesen hat der VAR als Fehleinschätzung gewertet, was Ingolitsch verwundert: „Für mich war’s ein klarer Elfer. Und ich frage mich, warum man über das Aufstützen von Kalajdzic an Koller beim 1:1 nicht spricht. Aber egal: Der LASK hatte genug Chancen, auch so zu gewinnen, wenn er effizienter gewesen wäre.“
„Haben eine gute Entwicklung“
Aus dem Hinspiel hat Ingolitsch viele Erkenntnisse gewonnen: „Wir stehen vor einer extrem schweren Herausforderung. Jeder hat gesehen, welch große Qualität der LASK hat. Die haben uns 60 Minuten dominiert und wir haben viel Glück gehabt. Aber wir werden alles tun, um sie nicht vorbeiziehen zu lassen. Wir sind vielleicht von der Individualbesetzung nicht die beste Mannschaft der Liga, aber wir haben gezeigt, was möglich ist, wenn man eine richtige Mannschaft ist, die viel investiert und bereit ist zu leiden. Vor acht Wochen noch hätte niemand gedacht, dass wir Tabellenführer sein könnten. Aber wir haben uns gut entwickelt, sind acht Spiele unbesiegt (Anm. Sturm ist seit sechs Runden in der Tabelle Erster). Besonders daheim sind wir sehr schwer zu schlagen, denn nirgendwo ist die Energie im Stadion so gut wie bei uns.“
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Bild: APA/EXPA





























